Shinrin Yoku – Waldbaden
Den Wald mit allen Sinnen erkunden

Tauchen Sie ein mit mir in die wunderbare Atmosphäre des Waldes – einem der ursprünglichen Kraftorte der Menschheit.
Waldbaden oder Shinrin Yoku, wie es auf Japanisch heißt, ist viel mehr als nur ein Waldspaziergang.
Es ist das bewusste Verweilen im Wald mit dem Zweck, sich zu erholen und die eigene Gesundheit zu stärken. Genießen Sie mit allen Sinnen die Natur des Waldes und die Bewegung darin. Und atmen Sie tief und bewusst die frische Waldluft mit ihren heilenden Terpenen ein. Waldluft hat rund 90 % weniger Staubteilchen, als Stadtluft.
Der Aufenthalt im Wald wird eine regenerierende Wirkung auf Sie haben, denn es gibt kaum einen besseren Ort zum Abschalten, Auftanken und zur Stärkung Ihres Immunsystems. Ihr Körper, Ihr Geist und Ihre Seele werden es Ihnen danken. Kleine von mir angeleitete Übungen zu den Elementen des Waldbadens vertiefen Ihr Walderlebnis und erleichtern das Abschalten aus dem hektischen Alltag.

Die Elemente des Waldbadens

Ein besonderes Merkmal des Waldbadens sind die Langsamkeit und die Stille.
Je mehr die Hektik, der Leistungsdruck und die unbefriedigende Oberflächlichkeit der modernen Welt uns belastet, umso mehr schenkt uns der Wald Trost und Geborgenheit.

  • Achtsamkeit
  • Atmung
  • Entschleunigung
  • Innehalten
  • Körperübungen
  • Langsamkeit
  • Meditation
  • Respektvoller Umgang mit dem Wald
  • Sinnesschärfung
  • Stille
  • Wahrnehmung

Die Entstehung des Waldbadens

  • Seit 1982 hat Dr. Qing Li in Japan federführend
    die Heilkraft des Waldes erforscht,
    die mittlerweile wissenschaftlich
    bestätigt ist.
  • Das japanische Ministerium für Landwirtschaft,
    Forsten und Fischerei formte
    deshalb 1982 den Begriff Shinrin Yoku
    mit den drei Schriftzeichen
    森 Shin für großer Wald
    林 rin für kleiner Wald
    浴 Yoku für Baden.
  • 2007 wurde in Japan die Gesellschaft
    für Waldmedizin gegründet.
    Ihr Präsident ist Dr. Qing Li.
  • 2012 wurde an japanischen Universitäten
    der Forschungszweig Waldmedizin
    etabliert.
  • Dr. Qing Li lehrt heute an der Nippon
    School in Tokio im Fachgebiet
    Waldmedizin.
  • Inzwischen interessiert sich die ganze
    Welt für das Thema Waldbaden.

Eine kleine Hommage an „meinen“ Wald

In meinem Heimatort Gonterskirchen oder auch in Laubach beginnt ein weites Reich der schönsten Wälder und lautloser Wiesentäler, in die man – wie auch immer – wunderbar hinabtauchen kann. Vom Laubacher Schlosspark aus ist man zum Beispiel schon nach wenigen Minuten im Wald und allein. Auf den Höhen öffnen sich Traumblicke über lichtflimmernde Baumwipfel auf Wetterau und Taunus, ja bis hin zum Westerwald. Ganz in der Nähe findet man den Tiergärtner Teich, trügerisch still, in Wahrheit aber von wimmelndem Leben kleiner und kleinster Wassertiere erfüllt. Und weiter führt der Weg bergan auf eine Waldhöhe mit der Engelsburg, einer alten Fluchtburg, deren von mächtigen Buchen bestandenen Wälle noch den alten Grundriss erkennen lassen. Allein in den Wäldern rund um Laubach und Gonterskirchen kann man stunden-, ja tagelang abtauchen, ohne direkt mit der Zivilisation in Berührung zu kommen.

Wer weiter hinaus geht, wird von den Laubacher Wäldern auch in das Gebiet des eigentlichen Vogelsbergs gelangen, des größten zusammenhängenden Basaltmassivs Europas. Vor dreißig Millionen Jahren ergoss sich die basaltische Lava über den Sockel des Buntsandsteins und gibt weiten Strecken dieses Gebirges bis heute einen ernsten, ja strengen Charakter. Diesem dunklen, ungefügen Basaltgestein begegnet man hier überall, doch ist die Landschaft alles andere als düster. Die dichten Buchen- und Fichtenwälder sind in dieser Landschaft immer wieder unterbrochen durch Wiesen, und vielleicht ist es diese parkartige Ausgeglichenheit zwischen aufrechten und ruhenden Flächen, zugleich savannenartige Ferne und Leere, das ihren eigenartigen Zauber ausmacht. Auch der Wechsel zwischen Licht und Dunkel, die hier unentwegt ineinander übergehen, gehört dazu. Auch das Wasser in den zahlreichen Bächen ist hier noch intakt, nicht zuletzt zum Wohle „meines“ Waldes, in den ich mich gerne zum Baden zurückziehe – kommen Sie mit.

Insgesamt kann Waldbaden dabei helfen,

  • unsere natürlichen Killerzellen zu vermehren
    und zu aktivieren.
  • das Immunsystem zu stärken
  • die körpereigenen Abwehrkräfte zu fördern
  • den Stressabbau zu fördern
  • die Genesung zu unterstützen
  • die Konzentration zu verbessern
  • den Blutdruck und Zuckerwerte zu senken
  • den Puls zu regulieren